Roshischtsche: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Stadt <b>Roshischtsche</b> oder <b>Rozyszcze</b>, im Nordwesten der Ukraine und in der heutigen [[Oblast]] [[Luzk]]K gelegen, gehört zu den ältesten Wirtschaftstandorten [[Wolhynien|Wolhyniens]]. Hierher kamen die ersten deutschen Ansiedler evangelischer Konfession schon im Jahre 1816 aus dem Kirchspiel Neudorf-Neubrow im Gouvernement Grodno.
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Im Jahre 1832, nach dem ersten polnischen Aufstande, kamen dann die ersten Tuchweber aus Polen, denen bald andere folgten. In dieser Region siedelten für die gesamte Region [[Wolhynien|Wolhyniens]] überdurchschnittlich viele Siedler mit deutscher Abstammung. Somit wurde für dieses Gebiet der Begriff "<i>das deutsche Kerndreieck</i>" geprägt.
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In der Stadt <b>Roshischtsche</b> befand sich der Sitz des zweitälteste evangelischen Kirchspiels neben [[Shitomir]], gegründet im Jahre 1862.
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Bedingt durch die starke Zuwanderung weiterer Siedler diesen Glaubens gingen folgende Kirchspiele aus <b>Roshischtsche</b> hervor:
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* 1891 die Ständige Adjunktur [[Wladimir-Wolynsk]]
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* 1899 die Ständige Adjunktur [[Luzk]]
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* 1930 das Kirchspiel [[Tortschin]]
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* 1937 das Kirchspiel [[Kowel]]
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* 1938 das Kirchspiel [[Josefin]]
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Eine grafische Übersicht zur Entstehung der evangelisch-augsburgischen Kirchspiele in Wolhynien ist als [http://www.wolhynien.de/pdf/EvKirchspiele.pdf PDF-Datei] nachlesbar. Nachfolgender Kartenausschnitt zeigt die Stadt <b>Roshischtsche</b> im Jahre 1915:
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[[Bild:Rozyszcze_Q38_Stadt.jpg|Rozyszcze aus Karte Q38 des westlichen Rußlands, M1:100.000|framed|center]]
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Diese sehr detailierte Karte im Maßstab 1:100.000 (Ausschnitt aus dem <i>Blatt Q38</i>) zeigt die Lage der Wohngebiete, Straßen, Wege und die Eisenbahnanbindung. Einzig bei der Bezeichnung einzelner öffentlicher oder wirschaftlich wichtiger Gebäude und der genauen Bezeichnung der umliegenden Siedlungen lohnt sich ein Vergleich mit den Karten der österreichisch-ungarischen Monarchie im Maßstab 1:75.000. Fast alle umliegenden Ortschaften wurden in der größeren Karte z.B. mit dem Namen "<i>Kolonie</i>" versehen, welches auf deutsche Siedler schließen läßt.
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Weitere Angaben zu den Kartenwerken stehen in unserem [http://leitfaden.wolhynien.de/index.html Leitfaden].
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* [http://www.wolhynien.de/geography/orte/rozyszcz.htm Statistik] des Kirchspiels <b>Rozyszcze</b> um 1885
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* [http://www.wolhynien.de/geography/orte/kantorat.htm Kantorate] in West-Wolhynien, 1935/36, <b>inkl. Rozyszcze</b>
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* [http://www.sggee.org/deutsch/parish_histories_ger/VolhyniaDiocese_ger/Roschischtsche_ger.html Geschichte] des evang.-augsb. Kirchspiels <b>Rozyszcze</b>
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* Tips zu [http://www.wolhynien.de/geography/maps.htm Karten] der Region um <b>Rozyszcze</b> in West-Wolhynien
  
  
  
 
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* ''Kartenwerk des westlichen Rußlands, M1:100.000, Blatt Q38''
 
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Version vom 1. November 2007, 17:41 Uhr

Die Stadt Roshischtsche oder Rozyszcze, im Nordwesten der Ukraine und in der heutigen Oblast LuzkK gelegen, gehört zu den ältesten Wirtschaftstandorten Wolhyniens. Hierher kamen die ersten deutschen Ansiedler evangelischer Konfession schon im Jahre 1816 aus dem Kirchspiel Neudorf-Neubrow im Gouvernement Grodno.


Im Jahre 1832, nach dem ersten polnischen Aufstande, kamen dann die ersten Tuchweber aus Polen, denen bald andere folgten. In dieser Region siedelten für die gesamte Region Wolhyniens überdurchschnittlich viele Siedler mit deutscher Abstammung. Somit wurde für dieses Gebiet der Begriff "das deutsche Kerndreieck" geprägt.


In der Stadt Roshischtsche befand sich der Sitz des zweitälteste evangelischen Kirchspiels neben Shitomir, gegründet im Jahre 1862.


Bedingt durch die starke Zuwanderung weiterer Siedler diesen Glaubens gingen folgende Kirchspiele aus Roshischtsche hervor:


Eine grafische Übersicht zur Entstehung der evangelisch-augsburgischen Kirchspiele in Wolhynien ist als PDF-Datei nachlesbar. Nachfolgender Kartenausschnitt zeigt die Stadt Roshischtsche im Jahre 1915:

Rozyszcze aus Karte Q38 des westlichen Rußlands, M1:100.000

Diese sehr detailierte Karte im Maßstab 1:100.000 (Ausschnitt aus dem Blatt Q38) zeigt die Lage der Wohngebiete, Straßen, Wege und die Eisenbahnanbindung. Einzig bei der Bezeichnung einzelner öffentlicher oder wirschaftlich wichtiger Gebäude und der genauen Bezeichnung der umliegenden Siedlungen lohnt sich ein Vergleich mit den Karten der österreichisch-ungarischen Monarchie im Maßstab 1:75.000. Fast alle umliegenden Ortschaften wurden in der größeren Karte z.B. mit dem Namen "Kolonie" versehen, welches auf deutsche Siedler schließen läßt.


Weitere Angaben zu den Kartenwerken stehen in unserem Leitfaden.

Links:

  • Statistik des Kirchspiels Rozyszcze um 1885
  • Kantorate in West-Wolhynien, 1935/36, inkl. Rozyszcze
  • Geschichte des evang.-augsb. Kirchspiels Rozyszcze
  • Tips zu Karten der Region um Rozyszcze in West-Wolhynien


Quellen:

  • Kartenwerk des westlichen Rußlands, M1:100.000, Blatt Q38
  • xx



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